Die See ist rau, ein Sturm tut sich auf, “Sea Eternally Infested”, das nunmehr achte Studioalbum der italienischen Heavy-Metal-Band ANGUISH FORCE schlägt im wahrsten Sinne des Wortes Wellen. Thematisch orientiert man sich in diesem Fall vollkommen an Sagen und Geschichten rund um die Seefahrt: Poseidon, das Bermuda Dreieck, Hai-Angriffe, Tsunamis, Meerjungfrauen – alles was das Herz eines Seebären begehrt. Musikalisch richtet man sich ganz und gar nach den Großtaten der 80er Jahre, Heavy, Power und Speed Metal im Stile HELLOWEENs und HAMMERFALLs dominiert.
Auch was den Sound angeht befindet man sich tief in den 80ern, “Sea Eternally Infested” klingt für Fans eben dieses‘ Genre nach einem echten Leckerbissen, welcher erfolgreichen Alben dieser Zeit in so gut wie nichts nachsteht. Ich persönlich kann einer solch oberflächigen, teils arg dünnen Produktion jedoch nichts abgewinnen.  Ein weiterer, offensichtlicher, Kritikpunkt an vorliegendem Material ist der Gesang, stellenweise (gewollt?) schief und neben den Noten der Rhythmusfraktion ist es dieser, welcher in nur kurzer Zeit sämtlichen Spaß an den 13 Titeln verdirbt, sehr schade. Denn im Großen und Ganzen ist “Sea Eternally Infested” ein grundsolides Album, welches rein auf instrumentaler Ebene den einen oder anderen Hit hervorbringt.
Eine äußerst durchschnittliche Produktion und größtenteils dürftige Vocals schaffen es beinahe sämtliches Potential des vorhandenen Materials zu verwerfen, sowohl Songwriting als auch die instrumentale Arbeit zeigen, dass es sich im Falle von AGUISH FORCE um richtige Könner handelt. Leider lässt sich dies nicht auf alle Mitglieder der Band beziehen